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dechant beweist sich an Berliner Baudenkmal

Die Gäste des Richtfestes am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) staunten nicht schlecht, als Geschäftsführerin Ursula Noack bekanntgab, dass nunmehr das komplette Gebäude unter Denkmalschutz gestellt wurde. Ein außergewöhnlicher Umstand für ein Gebäude, das zum Teil erst im Jahr 1988 erstellt wurde. Für die anspruchsvolle Baumaßnahme zeichnet indes die Firma dechant verantwortlich.  

Das WZB ist eine gemeinnützige Gesellschaft, an der die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin beteiligt sind. Das Institut erforscht grundlegende gesellschaftliche Fragen. Die thematischen Schwerpunkte sind Bildung und Arbeit, Migration, Demokratie, Märkte und Entscheidung, internationale Politik und Recht. Am WZB arbeiten Forscherinnen und Forscher verschiedener Disziplinen zusammen – vor allem aus der Soziologie, der Politikwissenschaft, der Ökonomie, der Rechtswissenschaft und der Psychologie.

Historisches Gebäude im neuen Gewand

Das Gebäude des WZB liegt in unmittelbarer Nachbarschaft des Potsdamer Platzes und direkt neben der Neuen Nationalgalerie. Der Altbau beherbergte bis 1945 das Reichsversicherungsamt, die oberste Aufsichts- und Spruchbehörde für die Sozialversicherung im Deutschen Reich.

Das britische Architektenteam James Stirling, Michael Wilford & Associates hat den Altbau umfassend erneuert und in einen Komplex postmoderner Anbauten integriert. Deren Grundrisse der Anbauten greifen bekannte architektonische Formen aus der Baugeschichte auf: Amphitheater, Campanile, Stoa und Basilika. Der Neubau wurde 1988 nach vierjähriger Bauzeit fertiggestellt.

Und eben dieser Neubau ist bereits heute wieder zu klein geworden. So bekam die dechant hoch- und ingenieurbau gmbh den Auftrag, die Basilika um zwei Stockwerke während des Betriebs aufzustocken. Üblicherweise denkt man bei einer Basilika ja an ein Gotteshaus, hier wurde jedoch vom Architekten Stirling die Form einer Basilika für ein Verwaltungsgebäude aufgegriffen. Diese Form wurde auch bei der Aufstockung wieder weitergeführt.

Die dechant hoch- und ingenieurbau gmbh hat unmittelbar angrenzend mit der Sanierung der Neuen Nationalgalerie, geschaffen vom Stararchitekten Mies van der Rohe, bereits einen Umbau eines „neuen Baudenkmals“ erfolgreich umgesetzt und hat auch diese Aufstockung konfliktlos und zuverlässig erstellt.

Höchste Anforderungen erfüllt

Im Anschluss an die Rede von Manuel Schupp, dem für die Aufstockung zuständigen Architekten, trug dhib-Polier Uwe Rauch, assistiert vom Bauleiter Daniel Melzer, den Richtspruch vor. Unter lautem Beifall zerbrach das traditionelle Weinglas auf dem Boden, verbunden mit den besten Wünschen für die Beteiligten und die Nutzer der Aufstockung. Als äußeres Zeichen wurde die Richtkrone am Kran hochgezogen, der noch einige Monate seinen Dienst für die Ausbauleistungen verrichten wird.

Die besondere Form des Gebäudes, die innerstädtische Lage und die hohen architektonischen Anforderungen verbunden mit dem Schutz des vorhandenen Baudenkmals stellten wieder einmal höchste Ansprüche an das dechant-Bauteam. Diese Anforderungen wurden aufs Beste erfüllt, das durfte dhib-Geschäftsführer Peter Dechant von Bauherrenseite aus den Gesprächen mit Statiker, Architekten und Bauherrn erfahren. Vor allem die Präsidentin des WZB, Frau Prof. Jutta Allmendinger, Ph.D. war voll des Lobes für unsere zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Von Peter Dechant

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