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Hochwasserschutz in Rekordzeit

Diese Leistung kann sich mehr als sehen lassen: die Retentionsflächen nördlich der Weismainer Kläranlage wurden von der Firma dechant in einer rekordverdächtigen Bauzeit von lediglich vier Wochen fertiggestellt und verschlangen somit lediglich ein Drittel der von den Behörden veranschlagten Bauzeit von drei Monaten!

Nach Angaben des verantwortlichen Bauleiters Herbert Popp, wurden im Rahmen der Arbeiten mehr als 15.500 Kubikmeter Erdreich abgefahren. Die Maßnahme dient vor allem dem Hochwasserschutz. So dürften sich die negativen Auswirkungen einer Überschwemmung im Bereich der Krassach dank der neuen Retentionsflächen künftig deutlich abschwächen. Auf dem entsprechenden Areal wurde auf einer Fläche von 24.000 Quadratmetern sieben abgetrennte Becken erschaffen. Diese sind zusätzlich mit fünf Amphibienteichen ausgestattet. „Solange diese Anlagen nicht von Hochwasser beansprucht werden, bieten die Feucht- und Magerwiesen einer vielfältigen heimischen Pflanzen- und Tierwelt eine artgerechte Lebensgrundlage“, erklärt Popp.

Etwa vier Wochen lang bestimmten Bagger das Bild in der Umgebung von Weismain.

Vier statt zwölf Wochen

Ursprünglich waren für die Arbeiten insgesamt drei Monate veranschlagt. Dank des immensen Einsatzes unseres Teams konnte die Baumaßnahme aber in rund vier Wochen fertiggestellt werden – inklusive der behördlichen Abnahme. Die Eile kommt nicht von ungefähr, denn der Boden auf dem Areal wies eine überraschend hohe Humussschicht auf. Laut Popp sei es daher besonders wichtig gewesen, vor Eintritt der Schlechtwetterperiode die Arbeiten abzuschließen. Die entsprechenden Flächen werden mittlerweile landwirtschaftlich genutzt.

 

Retentionsfläche (Erklärung):

Eine Retentionsfläche ist ein Begriff aus der Wasserwirtschaft und bezeichnet eine neben einem Fließgewässer zumeist tiefer liegende Fläche, die im Falle eines Hochwasserabflusses als Überflutungsfläche genutzt werden kann. Die Retention ist umso größer, je geringer das Gefälle und je größer die Überschwemmungsfläche ist. Die auf der Retentionsfläche gespeicherten Wassermengen werden nach der Hochwasserspitze zeitverzögert wieder an den Fluss abgegeben. Die Retentionsfläche wird entweder durch eine wasserbauliche Maßnahme künstlich angelegt oder ist eine natürliche Gegebenheit. Der Zufluss zur Retentionsfläche kann oft durch menschlichen Eingriff gesteuert werden und so gezielt geöffnet werden. In Zeiten ohne Überflutung wird die künstliche Retentionsfläche zumeist landwirtschaftlich genutzt. Diese sollte möglichst in Form von Weide- oder Forstwirtschaft erfolgen. (Quelle: Wikipedia)

 

 

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