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Mercy Dorn - Allein unter Männern

Mercy Dorn hat soeben erfolgreich ihr duales Studium zum Bauingenieur abgeschlossen. Ihre begleitende Ausbildung absolvierte sie beim Weismainer Bauunternehmen dechant hoch- und ingenieurbau. Wie es ihr als Frau in einer von Männern dominierten Branche ergangen ist und welche Vorteile ein duales Studium bietet, beschreibt sie im nachfolgenden Interview.

Ø  Hallo Mercy, herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Studium! Wie fühlt man sich als frischgebackener Bachelor?

Vielen Dank! Ich gestehe, dass mir schon ein großer Stein vom Herzen gefallen ist, jedoch fühle ich mich auch nicht anders als zuvor. Das liegt wahrscheinlich vor allem daran, dass ich mir aufgrund meines Dualen Studiums keine Sorgen machen muss, wie es nun nach meinem Abschluss weitergeht, da ich in meinem ehemaligen Ausbildungsbetrieb nun auch meinen zukünftigen Arbeitgeber gefunden habe.

 

Ø  Das duale Studium erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Worin unterscheidet es sich im Vergleich zu einem herkömmlichen Studium?

Es gibt, nicht nur in Verbindung mit dem Bauingenieurwesen, verschiedene Möglichkeiten dual zu studieren. Gemeinsam haben diese jedoch, dass eine feste Anstellung bei einem ausbildenden Betrieb besteht. Dies erspart zum einen die häufige und oft lästige Praktikumssuche während des Studiums, zum anderen lernt man so eventuell auch seinen zukünftigen Arbeitgeber (besser) kennen.

Ø  Wie fühlt man sich als Frau in einer von Männern dominierten Branche?
Ich glaube, dass es für meine Kollegen auf dem Bau ungewöhnlicher war, eine Frau anzutreffen, die auch noch mit anpacken musste. Baustellen und das Handwerk waren für mich kein Neuland. Dass es nicht leicht sein würde, war mir daher von Anfang an bewusst, jedoch gab man(n) mir auch die Möglichkeit, mich zu beweisen. Die Freundschaften, die ich in der Zeit meiner Ausbildung geschlossen habe, sind für mich sehr wichtig und erleichtern mir in meiner neuen Position als Bauleitungs-Assistentin erheblich den Umgang auf der Baustelle. Schön war, dass ich dann im Studium nicht die Einzige war.

 

Ø  Du hast dich für ein Studium bei der Firma Dechant entschieden. Warum war das Weismainer Bauunternehmen deine erste Wahl?

Das duale Studium war zu meinem Studienbeginn im Bauingenieurwesen noch kaum verbreitet, weswegen ich bei fast allen regionalen Bauunternehmen mit meiner Frage nach einem „Dualen Studium“ auf Unkenntnis und Ablehnung gestoßen bin. Auch für die Firma Dechant war dies Neuland, allerdings wurden damals ohne Scheu alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit ich nach diesem „neuen System“ dort studieren konnte. Damit war für mich der Ausbildungsbetrieb gesetzt.

 

Ø  Würdest du anderen jungen Menschen ein duales Studium empfehlen?

Ein duales Studium ist sehr zu empfehlen, wenn man Herausforderungen mag und in Kauf nehmen möchte, dass aufgrund der Ausbildung die Semesterferien nicht so ausfallen, wie man es als Student gerne hätte. Jedoch ist die Erfahrung, die man durch das duale Studium macht, Gold bzw. Geld wert. Die Firma Dechant bietet hierfür als mittelständisches und deutschlandweit tätiges Unternehmen einen perfekten Grundstock. Man bekommt einen breiten Einblick in die Praxis, da die Projekte angefangen vom Wohnhaus bis hin zum Multi-Millionen-Projekt breit gefächert sind.

Ø  Wie sieht deine berufliche Zukunft aus?

Meine Zukunft sehe ich in der Bauleitung. Momentan lerne ich als Bauleitungs-Assistentin noch die verschiedensten Bauabläufe und die Tätigkeiten des Bauleiters kennen. Irgendwann wird es aber hoffentlich so sein, dass ich eigenständig kleine Bauvorhaben leite, denn gerade der Umgang mit den unterschiedlichsten Menschen und die Freude über ein erfolgreich abgewickeltes Projekt sind das, was mich zu diesem Job motiviert.

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