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Richtfest am 60-Millionen-Projekt

Firma Dechant erstellt spektakulären Rohbau für das Max-Planck-Institut

„Wenn ich das Ergebnis anschaue, dann hat sich der große Aufwand der letzten Monate gelohnt“, resümiert Winfried Remmert beim Blick auf die derzeit vielleicht spektakulärste Baustelle in Franken – dem Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts in Erlangen. Nur wenige Minuten vorher zog der erfahrene Polier der Firma dechant hoch- und ingenieurbau mit seinem Richtspruch die Aufmerksamkeit der Gäste auf sich. Unter ihnen prominente Persönlichkeiten wie Erlangens Oberbürgermeister Dr. Florian Janik, Institutsleiter Prof. Vahid Sandoghdar oder der Bayerische Innen- und Bauminister Joachim Herrmann. Letzterer bezeichnete das Max-Planck-Institut in der Staudtstraße 2 als „architektonischen Lichtblick, von denen es in Erlangen ja nicht so viele gibt.“

Wie im alten Rom

Ein Lob, das vor allem bei der Firma dechant hoch- und ingenieurbau wohlwollend aufgenommen wurde. Das Weismainer Unternehmen hat bei dem Vorzeigeprojekt in Erlangen einmal mehr seine Expertise beim Bau von höchst anspruchsvollen Projekten unter Beweis gestellt. Allein die Dimensionen des Forschungsinstituts sind beeindruckend. So entstehen auf dem rund 1,5 Hektar großen Grundstück insgesamt drei Gebäude mit einem Rauminhalt von mehr als 100.000 Kubikmetern. Imposant ist vor allem der fünfstöckige Forschungsbau mit seiner außergewöhnlich Eingangshalle, deren Glaskuppel dem antiken Pantheon in Rom nachempfunden ist. Hieran grenzen der Reinraum und Werkstattbau in niedrigerer Höhe an. Für das Konzept des Neubaus zeichnet im Übrigen das Architekturbüro Fritsch + Tschaidse verantwortlich, deren Wettbewerbsentwurf aus dem Jahr 2011 den Gefallen der Jury fand.

Höchste Anforderungen am Lichthaus

Die eigentliche Herausforderung, so Polier Remmert, waren „die hohen technischen Anforderungen“. Weil die optischen Experimente keinerlei Erschütterungen dulden, ruhen die Versuchsräume im Keller auf einer einen Meter dicken Betonplatte, die wiederum drei Meter unter dem Grundwasserspiegel liegt. Eine weitere kniffliche Vorgabe: Die Temperatur in den Labors darf das ganze Jahr hindurch höchstens um ein Grad Celsius schwanken – in manchen Räumen sogar nur um 0,1 Grad. Als höchst anspruchsvoll erwies sich laut Remmert zudem die Montage der Freitreppe im Atrium, die alle Abteilungen miteinander verbinden soll. Allein die jeweiligen Treppentröge hatten ein Gewicht von circa 25 Tonnen.

Nach der geplanten Fertigstellung der Bauarbeiten im Frühjahr 2016 sollen in Erlangen rund 300 Mitarbeiter unter anderem nach neuartigen Glasfasern forschen, die problemlos UV-Licht transportieren können.

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