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Tatkräftige Hilfe für Erdbebenopfer

Im April und Mai vergangenen Jahres wurde Nepal von schweren Erdbeben heimgesucht. Die bittere Bilanz der Naturkatastrophe: Rund 600.000 zerstörte Häuser, über 9.000 Tote und Millionen obdachloser Menschen. Grund genug für die Nepalhilfe Kulmbach, gemeinsam mit der Adalbert-Raps-Stiftung ein Hilfsprojekt aus der Taufe zu heben. Die Firma dechant hat für die Arbeiten mehrere Facharbeiter abgestellt.  

Jörg Deuerling und Simon Vazquez lernen einheimische Arbeiter im Nepal an

Aufbauarbeit gemeinsam mit Einheimischen
Nach monatelanger Vorbereitung brachen im August dieses Jahres die ersten von insgesamt vier Gruppen von Freiwilligen in den Nepal auf. Mit an Bord auch Christian Fischer und Hubert Wiegand vom Weismainer Unternehmen dechant. Die beiden erfahrenen Baufacharbeiter hatten sich für ihren zweiwöchigen Aufenthalt hohe Ziele gesetzt. So sollten möglichst viele Fundamente für Neubauten angelegt und die anschließenden Rohbauarbeiten so weit wie möglich vorangetrieben werden. „Uns war wichtig, dass wir von Beginn an die Einheimischen in die Arbeit mit einbeziehen konnten. Schließlich mussten sie die Arbeiten nach Abreise der Hilfsteams weitgehend selbstständig fortführen“, erklärt Christian Fischer. Zu den wichtigsten Aufgaben zählten neben dem Anlegen von Fundamenten vor allem Bewehrungs- und Mauerarbeiten. Fischer und Wiegand beteiligten sich während ihres Aufenthaltes am Bau von fünf Häusern. Sieben weitere Gebäude wurden von den nachfolgenden Teams in Angriff genommen. Der Einsatzplan dieses sogenannten Corporate Volunteering-Einsatzes, was so viel bedeutet wie „betriebliches Freiwilligenprogramm“, sah vor, dass die Helfer aus Deutschland mit dem Bau beginnen und örtliche Firmen und Helfer die Gebäude anschließend fertigstellen. Neben den zwölf Wohnhäusern umfasste die Mission auch den Wiederaufbau von zwei Schulen, deren Bausubstanz infolge der Erdbeben erheblich gelitten hat. „Rückblickend kann ich behaupten, dass wir viel erreicht haben. Die Menschen werden in absehbarer Zeit wieder ein festes Dach über dem Kopf haben“, resümiert Christian Fischer.


 

Das Helferteam mit Hubert Wiegand beim Anlegen der Fundamente

Gurus, heilige Kühe und neue Hoffnung

Ein ähnliches Fazit zogen auch Jörg Deuerling und Simon Vazquez, die kurze Zeit später die Arbeit ihrer dechant-Kollegen in der Umgebung von Malekhu fortgesetzt haben. Zwar sei es nicht immer einfach gewesen bei Temperaturen jenseits der 40-Grad-Marke mit improvisierten Werkzeug zu arbeiten, das Ergebnis habe aber letztlich versöhnlich gestimmt, erläutert Deuerling. Was beide dechant-Teams eint, sind die bleibenden Eindrücke, die sie von ihrer Reise mitbrachten. Dabei kam es auch zu kuriosen Szenen, wie zum Beispiel der öffentlichen Zurschaustellung einer Kuh mit fünf Beinen, die als „besonders heilig“ galt. Oder etwa beim Zusammentreffen mit Gurus in Kathmandu, die zwar offiziell ein glückliches Leben ohne Geld führen, für ein paar Fotos dann aber doch die Hand aufhielten. „Ich hätte ein reicher Mann werden können“, verwies Christian Fischer augenzwinkernd auf die Angewohnheit einiger Einheimischer, für gemeinsame Fotos Kleingeld zu nehmen. Angesichts seiner stattlichen Figur und einer Körpergröße von fast zwei Metern war der Bojendorfer ein gefragtes Fotoobjekt. In bleibender Erinnerung bleibt auch die große Gastfreundschaft der Nepalesen, die sich für den Einsatz ihrer Helfer aus Deutschland umfänglich bedankten.   

Die Kinder in Malekhu bedanken sich mit einer tollen Geste

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