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Designpreis des oberfränkischen Handwerks

Bereits im Jahr 2003 hat die Handwerkskammer für Oberfranken die Designoffensive "Seitensprünge - erfolgreiche Gestaltung im Handwerk" ins Leben gerufen. Ziel von Seitensprünge ist es bis heute, den Designgedanken im Handwerk zu fördern, aber auch der Öffentlichkeit bewusst zu machen, dass sich viele Handwerksberufe täglich und völlig unterschiedlich mit Design und Gestaltung befassen.

Bravouröse Leistung für Galileo

Mit dem Designpreis des oberfränkischen Handwerks wird im Jahr 2010 die hohe Qualität der handwerklichen Ausführung beim Rohbau des Kontrollzentrums für das Europäische Satellitennavigationssystem Galileo in Oberpfaffenhofen honoriert. Auf dem Gelände des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt ist ein dreistöckiges Gebäude für Leitung, Verwaltung und Technische Anlagen entstanden.
Die Umsetzung der Planung verlangte hochpräzises Arbeiten und innovative Lösungen im Stahlbetonbau. Dies wurde von der Firma dechant nach Einschätzung der Jury mit Bravour gemeistert. Unter hohem Zeitdruck seien über 1000 Tonnen Betonstahl und 6500 Kubikmeter Beton einzubringen sowie 15.200 Quadratmeter Sichtbetonflächen zu erstellen gewesen. In der Halle neigen sich drei eingestellte Türme aus Stahlbeton auf elliptischen Grundrissen über 9,18 Meter Höhe bis zur Decke und darüber hinaus.

 

 

Prestigeobjekt am Deutschen Bundestag

Im Jahr 2014 wurde die Firma dechant erneut für ein außergewöhnliches Projekt mit dem Designpreis ausgezeichnet: Das Marie-Elisabeth-Lüders- Haus in Berlin ist eines von drei Gebäuden des sogenannten „Band des Bundes“. Es bildet gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt und dem Paul-Löbe-Haus ein architektonisches Sinnbild der deutschen Einheit. Der Auftrag für dieses anspruchsvolle Bauunterfangen ging an die dechant hoch- und ingenieurbau gmbh. Die Anforderungen des Bauherrn waren so hoch, dass sie die höchste Stufe, der in den Richtlinien niedergeschriebenen Eckdaten hinsichtlich Sichtbetonqualitäten sogar noch überstiegen. Auf einer Skala von 1-4, wobei Stufe 4 die höchsten Anforderungen stellt, ist dieses Projekt auf der Stufe 5 anzusiedeln. Kein Wunder, dass sich deutschlandweit tatsächlich nur zwei Unternehmen für einen Auftrag dieser Größenordnung beworben haben.

Einzigartig in Deutschland

Die Firma dechant den Zuschlag erhalten und konnte mit einem Team von über 60 Spezialisten dieses anspruchsvolle Bauwerk errichten. Sichtbetonbauten dieser Qualität wurden in Deutschland bisher noch nicht realisiert. Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus ist somit neu und einzigartig in Deutschland.

Die Fakten sprechen für sich: In den zwei Jahren Bauzeit wurden insgesamt 3.600 cbm Sichtbeton mit einer Fläche von 11.500 qm verbaut. Allein dafür wurde eine Gesamtstahlmenge von 600 t benötigt. Damit ist das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus das größte Sichtbetonbauvorhaben, welches in den letzten fünf Jahren in Deutschland erstellt wurde.

Dass ein solches Projekt, also die Kombination aus höchster Sichtbetonklasse und statisch äußerst schwierigen Anforderungen, preiswürdig ist, muss wohl nicht weiter begründet werden.

Die Firma dechant wird in Deutschland aufgrund ihrer in dieser Qualität noch nie dagewesenen Leistung im Sichtbetonbau mit dem oberfränkischen Design- und Erfinderpreis ausgezeichnet.“

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