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Kanalsanierung in Hallstadt schreitet zügig voran

Endspurt bei der großen Städtebaumaßnahme im oberfränkischen Hallstadt. Nachdem die Neugestaltung des Marktplatzes mittlerweile abgeschlossen werden konnte, steht nun der weiterführende Kanalneubau auf der Agenda. Eine anspruchsvolle Aufgabe für das dechant-Tiefbauteam.

Im Rahmen der mehrjährigen Innenstadtsanierung im historischen Ortskern von Hallstadt geben derzeit die Tiefbauer den Takt vor. Im Fokus der Arbeiten stehen insbesondere die Neuverlegung von Schmutz- und Regenwasserkanälen sowie die Sanierung der Trinkwasserversorgung. Für Letzteres muss sogar der ansässige Gründleinsbach mittels Spühlbohrverfahren unterquert werden. In der auf fünf Monate anvisierten Bauphase wird die Firma dechant etwa 2.300 Kubikmeter Boden für die benötigten Rohrgräben ausheben. Insgesamt erfolgt die Verlegung von: 

- 190 Meter Stahlbetonrohr DN 700 (Regenwasser)

- 130 Meter Steinzeugrohr DN 250 (Schmutzwasser)

- 370 Meter Wasserleitungen

- 10 Stück Fertigteilschächte

Zum Einsatz kommt vor Ort natürliches schweres Gerät aus dem dechant-Fuhrpark:

- Kettenbagger 936 (36Tonnen)

- Radbagger 920 (20 Tonnen) 

- Ausstattung der Baustelle mit dem Trimble-Roversystem 

 

Neuverlegung der Kanäle

Im Zuge der Neuverlegung der Abwasserkanäle gilt es, zwei Leitungsgräben mit unterschiedlichen Tiefen zu verlegen: Der flachere Kanal für Regenwasser liegt in einer Tiefe von 2,0 Meter, der Schmutzwasserkanal in einer Tiefe von 4,5 Meter Tiefe. Bei Ersterem kommen Stahlbetonrohre DN 700 zum Einsatz, während beim Schmutzwasserkanal Steinzeugrohre mit DN 250 gewählt werden.

Beim höher gelegenen Regenwasserkanal verwendet man sogenannte Verbauboxen. Hierbei werden die Leitungen im verbauten Graben verlegt und der Graben anschließend schrittweise verfüllt. Ein zweiter Bagger gräbt parallel hierzu den nächsten Abschnitt des Leitungsgrabens aus. Nach Verfüllung des ersten Leitungsgrabenstücks wird die Verbaubox gezogen und in den anstehenden Leitungsgraben eingesetzt, somit ergibt sich ein kontinuierlicher und wirtschaftlicher Arbeitsfluss.

Neues System im Einsatz

Im tiefer gelegenen Schmutzwasserkanal feiert unser neuer Gleitschienenverbau seine Premiere. Der Gleitschienenverbau wird zunächst aus Laufwagen und Grundplatten zusammengebaut und dann in den Leitungsgraben eingesetzt. Ein Vorteil dieses Verfahrens ist die höhere Flexibilität durch vertikal verschiebbare Laufwagen. Zudem kann aufgrund des setzungsärmeren Ein- und Rückbaus in größeren Tiefen und Breiten sowohl Maschine als auch Material geschont werden, was wiederum die Arbeit für das Personal erleichtert. Als nächste Arbeitsschritte folgen die Verlegung der Steinzeugrohre sowie die Verfüllung des Grabens.

Bei derartigen Tiefbauarbeiten stellen sich natürlich immer wieder Hindernisse in den Weg. Aktuell betrifft dies das anstehende Grundwasser, das im Bereich des neu zu verlegenden Schmutzwasserkanals in einer Tiefe von etwa 3,0 Meter auftritt. Da der Schmutzwasserkanal deutlich tiefer verlegt werden muss, wird das im Rohrgraben anfallende Wasser abgepumpt und in den Vorfluter geleitet.

Noch bis voraussichtlich Ende Mai wird unser erfahrenes Tiefbau-Team in Hallstadt tätig sein. Die Arbeiten liegen derzeit voll im Zeitplan.

 

 

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