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Überraschungsgast bei Don Camillo in Trebgast

Die Naturbühne Trebgast war einmal mehr Schauplatz für einen ganz besonderen Theaterabend. Bei der herzerwärmenden Komödie „Don Camillo und seine Herde“ stand am Wochenende zudem ein prominenter Überraschungsgast auf der Bühne.

Südländische Temperaturen, Antipasti vom Feinsten, dazu originalgetreue Kulissen wie in der Emillia-Romagna – die Besucher der Naturbühne Trebgast fühlten sich bei der Aufführung von „Don Camillo und seine Herde“ am vergangenen Samstag rund tausend Kilometer weiter südlich versetzt. Dort unten, inmitten der Po-Ebene, tobt nämlich der alltägliche Kleinkrieg zwischen dem heißblütigen „roten“ Bürgermeister Peppone und dem kampfeslustigen Landpfarrer Don Camillo. Das kleine  Städchen Brescello steht mitten im Wahlkampf und dieser birgt – zum Glück für Millionen Menschen – genügend Zündstoff für die fast schon legendären Scharmützel zwischen den zwei ewigen Rivalen.

Zurückversetzt ins Italien der 50er-Jahre

Unter der Regie von Marion Beyer und Hermann J. Vief ist eine amüsante Inszenierung gereift, von realistischen und naturgetreuen Kostümen bis hin zu einem fantasievoll gestalteten Bühnenbild.  Bei der Aufführung selbst lag dann die ganze Verantwortung auf den Schultern der Schauspieler. Und mit dieser Last wurden die Darsteller an diesem Abend mühelos fertig. Aus dem 28köpfigen Ensemble ragte einer ganz besonders heraus: Werner Eberhardt, dem die Rolle des Don Camillo auf den Leib geschneidert schien: "Don Camillo habe ich schon immer spielen wollen", verriet Eberhardt. Die Gäste auf den ausverkauften Rängen erlebten jedenfalls einen wunderbaren Abend – mit vielen lustigen Szenen, aber auch mit nachdenklichen Momenten.

Überraschungsgast und Multitalent Alois Dechant

Für ein zusätzliches Highlight sorgte am vergangenen Samstag „Multitalent“ Alois Dechant. Der Bauunternehmer, der der Naturbühne seit vielen Jahren als Förderer treu verbunden ist, gab in einer Doppelrolle sein Schauspiel-Debüt: Als roter Kommunist Aldo und als Schiedsrichter des Basketballspiels zwischen den Kommunistinnen des roten Bürgermeisters Peppone und den Nonnen von Priester Don Camillo. Das Publikum reagierte begeistert als er in Sportkleidung und mit Pfeife das "Spielfeld" betrat und sich mit seiner energischen Pfeife sogleich Respekt auf demselben verschaffte. "Das Theaterspiel hat mir schon in der Schule Spaß gemacht. Jetzt hat sich halt eine Gelegenheit ergeben", erklärt der in Weismain manchmal scherzhaft als „roter Schwarzer“ betitelte Alois Dechant.

Es bleibt dennoch nicht zu befürchten, dass er sich jetzt in seinem besten Alter gänzlich der Schauspielkunst verschreibt. Der Auftritt war eher ein „Schmankerl“ für eine Vorstellung, zu der unser Seniorchef in erster Linie Mitarbeiter, Freunde, Bekannte und Geschäftsfreunde eingeladen hatte.

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